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IMST gewinnt Down-Konverter Projekt „DoCon" (DLR)

IMST gewinnt Forschungsprojekt zur Verbesserung der Kommunikationselektronik zur Anwendung in der modernen Satellitenfunktechnik. Das Forschungsvorhaben ist mit 1,2 Mio Euro veranschlagt.

Geostationäre Kommunikationssatelliten empfangen Signale einer Bodenstation, setzen diese im Satelliten auf eine niedrigere Frequenz um und verteilen die Signale beispielsweise als Fernsehprogramm an verschiedene Haushalte. Das handelsübliche Satellitenfernsehen (DVB-S) verwendet hierzu Ku-Band (10-18 GHz). Die Sendeanstalten senden ihr Material für den Uplink zwischen 14 GHz und 17.5 GHz. Im Downlink werden diese Frequenzen mit Hilfe von Konvertern auf 10.7 GHz bis 12.75 GHz umgesetzt, so dass sie dann mit Hilfe von Parabolantennen und LNBs empfangen werden können.

Zunehmend hochauflösende Kommunikationsinhalte (HD- und UHD-TV) erfordern immer höhere Bandbreiten. Da die Kanal-Kapazitäten bisheriger Ku-Band Satelliten begrenzt sind, geht der Trend zu höheren Frequenzen und zunehmender Flexibilität im Ka-Band. Bei Ka-Band Satelliten erfolgt die Umsetzung des Uplinks zwischen 27.5 GHz und 31 GHz zum Downlink von 17.7 GHz bis 21.2 GHz.

Das Projekt DoCon (DLR, FKZ: 50YB1629) soll einen flexiblen Ka-Band Down-Konverter für die Satellitenkommunikation demonstrieren. Der Down-Konverter selbst besteht im Wesentlichen aus einem Mischer und einem programmierbaren Lokaloszillator. Während IMST den erforderlichen Mischer im DoCon-Projekt entwickeln wird, kommt als programmierbare Signalquelle der bereits vorhandene NOVELO-Synthesizer zum Einsatz. Diesen hat IMST bereits in diversen DLR- und ESA-Projekten erfolgreich demonstriert. Alle HF-Komponenten werden in einer weltraumtauglichen keramischen Aufbau- und Verbindungstechnik miteinander verbunden. Der Grundstein dieser LTCC-Aufbau-Technologie wurde ebenfalls in vergangenen DLR-Projekten gelegt. Ziel des Projektes DoCon ist es, hohe Flexibilität - also das Umprogrammieren von Frequenzbändern im Orbit- für ein zukünftiges kommerzielles Produkt zu einem günstigen Preis der Industrie zur Verfügung zu stellen.

IMST freut sich auf diese spannende Aufgabe!



Bild: Courtesy of Astro- und Feinwerktechnik GmbH, Berlin







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